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Gottesdienste im Kirchenkreis

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Fritzlar-Homberg

Die Städte Fritzlar und Homberg/Efze sind die beiden mittelstädtischen Zentren im Kirchenkreis Fritzlar-Homberg. Diese Region ist geprägt von ihrer besonderen Geschichte.

 

So reichen die Anfänge des Christentums in dieser Region über 1300 Jahre zurück. Der Überlieferung nach fällte Winfried Bonifatius in Geismar bei Fritzlar im Jahre 723/724 unter fränkischem Schutz eine dem germanischen Gott Donar geweihte Eiche. Er baute aus dem Holz eine dem Petrus gewidmete Kapelle und gründete das Bistum Büraburg. Die evangelische Fraumünsterkirche in Fritzlar mit gotischen Wandmalereien reicht in ihren Fundamenten zurück bis in fränkisch-salische Zeit. Ebenfalls aus dieser Zeit stammen der romanische Dom (kath.) und die gotische Minoritenkirche (Evang Stadtkirche).

 

Auch die Kreisstadt des Schwalm-Eder-Kreises, Homberg/Efze, blickt auf ein historisch bedeutendes Datum in ihrer Stadtgeschichte zurück: Nachdem die Stadt bereits wiederholt als Tagungsort hessischer Landtage gedient hatte, tagte im Jahre 1526 unter dem Vorsitz des hessischen Landgrafen Philipp von Hessen die sog. Homberger Synode, die zur Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen führte. Homberg selbst war in dieser Zeit eine relativ große Handelsstadt, deren Wohlstand durch die günstige Lage an damaligen Handelswegen durch den Handel mit Wolle und Tuchen begründet war. Die prominent gelegene Evang. Stadtkirche St. Marien diente als Tagungsort der damaligen Synode. Heute erinnert das mittlere Chorfenster in der Reformationskirche an dieses bis heute bedeutende Ereignis für die Geschichte der evangelischen Kirche und des Landes Hessen.

 

Mit dem 1. Januar 2014 ist die angestrebte Fusion beider ehemals selbständigen Kirchenkreise Fritzlar und Homberg zum Kirchenkreis Fritzlar-Homberg vollzogen. Der Sitz des Dekanates befindet sich in Fritzlar; das Kirchenkreisamt hat seinen Standort in Homberg/Efze gefunden.

Der neue Kirchenkreis erstreckt sich neben den Städten Fritzlar und Homberg über Gebiete der kommunalen Gemeinden Bad Zwesten, Borken, Edermünde, Felsberg, Gudensberg, Jesberg, Knüllwald, Malsfeld, Neuental, Niedenstein und Wabern. Sieben hauptamtliche Jugendarbeiterstellen, zwei Dekanatssekretärinnen und zwei Kirchenkreiskantor/in sind im Kirchenkreis tätig; hinzu kommt die erfreulich große Zahl von fast 2.200 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, darunter auch Lektorinnen und Lektoren, sowie Prädikantinnen und Prädikanten, die den Pfarrerinnen und Pfarrern bei der Gestaltung von Gottesdiensten zur Seite stehen. Die Verwaltung aller Kirchengemeinden wird durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kirchenkreisamtes in Homberg gewährleistet.

Vom reichen kirchengemeindlichen Leben zeugt der überdurchschnittlich gute Gottesdienstbesuch, die große Zahl von ständigen Gruppen und Kreisen und die mehr als 500 Veranstaltungen durchschnittlich pro Jahr und das erstaunlich gute Wahlergebnis der letzten Kirchenvorstandswahl. Zu den hervorragenden Aufgaben der Gemeinden zählt auch die Erhaltung sehr vieler historischer Kirchengebäude, wie die Evang. Stadtkirche Fritzlar, die demnächst saniert werden wird oder der Homberger Evang. Stadtkirche St. Marien, der Reformationskirche Hessens. Auch die zahlreichen Dorfkirchen brauchen sorgfältige Pflege und repräsentieren die reiche Geschichte des Christentums im Raum Fritzlar-Homberg durch die verschiedensten Baustile von der Romanik (Wehrkirchen) und Gotik bis hin zu protestantischen Hallenkirchen, den Schlosskapellen (Wabern) aus der Zeit des Barock, den Kirchen des Klassizismus, der Neugotik und der Moderne.

Der Kirchenkreis ist gemeinsam mit zwei benachbarten Kirchenkreisen Träger des Diakonischen Werkes Schwalm-Eder sowie der Bildungseinrichtung „Evangelisches Forum Schwalm-Eder". Sein diakonisches Engagement findet sich u.a. in der Einrichtung zweier diakonischer Läden: der „Diakonieladen Regenbogen" in Fritzlar und der „EinLaden am Obertor" in Homberg.