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Neues Pfarrhaus
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Es werde Licht im neuen Pfarrhaus in Niedenstein

Niedenstein. Es ist alles noch ein wenig ungewöhnlich in dem neuen Pfarrhaus am Kirchplatz 2 in Niedenstein. Von Außen sieht es auch noch nach Baustelle aus: Der Garten will noch von einer Steinwüste in einen blühenden Ort verwandelt werden, auch Telefon und Internet werden irgendwann richtig funktionieren, aber jeder Spaziergänger kann es jetzt schon sehen:

Es ist schön geworden das neue Pfarrhaus. Alle Mühen und Investitionen haben sich gelohnt. Die Kirchengemeinde Niedenstein-Wichdorf will den Abschluss der Arbeiten in diesem Jahr noch gebührend feiern, dann wenn auch der Jugendraum, der große Saal und die Treppe im angrenzenden Gemeindehaus fertig sind.

Es ist ungewöhnlich, dass Niedenstein überhaupt ein neues Pfarrhaus bekommen hat, in einer Zeit, in der die Evangelische Kirche immer mehr Pfarrhäuser abstößt, weil es weniger Pfarrstellen und Gemeinden gibt und viele Pfarrerinnen und Pfarrer mit einer halben Stelle auch nicht mehr im Pfarrhaus wohnen wollen. Auch die Gemeindehäuser werden an vielen Orten abgeschafft, verkauft oder mit anderen Institutionen zusammen genutzt

Nach über 170 Jahren hat Niedenstein nun ein neues Pfarrhaus, das ganz eng verbunden ist mit dem renovierten Gemeindehaus aus der Mitte des 20. Jahrhunderts. Durch einen Durchgang im Foyer erreicht man das Pfarramt. Demnächst wird das Haus über eine Rampe und einen kleinen Lift barrierefrei erschlossen sein, damit wirklich alle an den Gruppen; Kreisen und Feiern der Gemeinde teilnehmen können oder zum Gespräch zum Pfarrer kommen können.

Die Pfarrfamilie Böttner wohnt seit Anfang Juni im Haus und fühlt sich nach einer Woche sehr wohl. Der Umzug gibt auch Gelegenheit Danke zu sagen für die Zeit in der guten Übergangslösung in der Westendstraße 24. In dem Haus war gerade zum richtigen Zeitpunkt Platz für den ersten Pfarrer mit seiner Familie in Wichdorf seit über 500 Jahren. Nun sind die 2,5 Jahre Pfarramt Westendstraße zu Ende. Schöne Erinnerungen hängen daran.

Der Bau von dem neuen Haus hat lang gedauert. Zunächst waren es fast 1,5 Jahre Planung- und Beantragungszeit bis überhaupt angefangen werden konnte. Unter der Bauleitung von Architekt Jürgen Rudolph (Wichdorf) waren viele nordhessische Firmen an der Errichtung beteiligt, auch einige vom Ort. Die Verantwortung als Bauherr trug seit 2013 der Kirchenvorstand, der durch unzählige ehrenamtliche Arbeiten den Bau begleitet hat.

In den Psalmen der Bibel heißt es: „Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen.“ (Ps 127,1) Wenn Gott nicht seinen Segen auf das Tun der Kirche legt, dann mühen sich Pfarrer, Kirchenvorstand und alle Ehrenamtlichen umsonst ab. Deshalb ist es ungemein wichtig, sich bei allem, was Kirche plant und macht, die Frage zu stellen, ob es im Sinn des Psalmworts zum Aufbau der Gemeinde dient. Nur darauf liegt Segen.

Ein einladendes Haus – so ist das neue Gemeindezentrum gedacht! Denn es geht hier darum sich zu begegnen, sich miteinander für Aktivitäten zu verabreden, gemeinsam über die Zukunft der Kirche nachzudenken und sich befähigen zu lassen zu einem verantwortungsvollen Leben als Christen in dieser Welt.

Der Bau des Pfarrhauses ist so gut wie abgeschlossen, die Renovierung des Gemeindehauses wird es auch bald sein, der Bau der Gemeinde geht weiter – im Vertrauen auf den Segen Gottes.

Pfarrer Johanes Böttner, 6.6.2017