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Evangelische Kirchengemeinde
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Willkommen in Fritzlar!

"Viele Gaben - ein Geist" 1. Kor. 12, 4

Viele bunte Mosaiksteine ergeben ein lebhaftes Bild. Genauso verhält es sich mit dem kirchlichen Leben des Evang. Kirchspiels Fritzlar mit Rothhelmshausen - Ungedanken. Die vielen, unterschiedlichen Angebote und Einrichtungen zeugen von einer großen Vielfalt - ganz im Sinne des Pauluswortes: "Viele Gaben - ein Geist" (nach 1. Kor. 12,1-11).

Die Geschichte der Evangelischen Kirchengemeinde Fritzlar

Die Gründung der Stadt Fritzlar wird auf das Jahr 724 datiert. Durch Bonifatius wurde vom Büraberg bei Fritzlar aus die Christianisierung nach Norden vorangeführt.

Schon zu Beginn der Reformationszeit hatte sich der größte Teil der Bevölkerung zur Reformation bekannt, jedoch wurde durch Jesuiten die alte Lehre aufrechterhalten und 1617 das katholische Bekenntnis wieder verbindlich eingeführt. Protestanten, die nicht konvertierten, sind dennoch in den katholischen Kirchenbüchern nachzuweisen, aber die protestantische Kirchengemeinde wurde erst 1825 wieder neugegründet.

Bereits 1802/03 wurde Fritzlar in das umliegende hessische Gebiet eingegliedert. Vom 3. Oktober 1802 an wird der evangelische Pfarrer von Geismar mit evangelischen Gottesdienstfeiern beauftragt. Seit 1868 gehört die evangelische Kirchengemeinde Rothhelmshausen (mit den evangelischen Einwohnern Ungedankens) zu Fritzlar, seit 1872 als eigene Filiale.  Seit 1948 gibt es eine zweite Pfarrstelle (mit Dekanat), seit 1969 eine dritte (zunächst mit Zennern), das seit 1844 gemeinsam mit Fritzlar pfarramtlich versorgt wurde (bis 1999), Militärpfarrer seit 1957.

1237, elf Jahr nach dem Tod Franz von Assisis, fanden sich Mönche des Minoritenordens, denen die Erlaubnis erteilt wurde, auf die neu erbaute Stadtmauer neben dem Werkeltor ein Kloster und eine Kirche zu bauen. Die "Minoritenkirche", ein zweischiffiger gotischer Hallenbau, wurde 1320 vollendet und war als Klosterkirche der Franziskaner bis 1911 (Säkularisation) in Gebrauch. Im November 1817 wurde der Auftrag gegeben, die leerstehende Kirche für die evangelische Gemeinde herzurichten, der erste evangelische Gottesdienst fand am 26.05.1818 hier statt (Pfarrer Kehr aus Geismar). Ein völliger Umbau der evang. Stadtkirche wurde 1929 (Neugestaltung des Dachs mit glockentragendem Dachreiter).

Im Osten der Stadt, früher außerhalb der alten Gemarkungsgrenzen Fritzlars, also auf althessischem Boden, steht die "Fraumünsterkirche".Ihre Grundmauern sind spätestens aus ottonischer Zeit, daran angebaut ist ein gotischer Chor mit Fresken aus dem 13. Jahrhundert. Der Fachwerkaufbau stammt aus der Zeit nach dem 30-jährigen Krieg. Sie ist seit der Reformation ohne Unterbrechung für evangelische Gottesdienste benutzt worden und in der Zeit ohne evangelischem Pfarramt in Fritzlar ein Sammelpunkt für die evangelischen Einwohner der Stadt.

Als Eigentum der Kirchengemeinde Obermöllrich wird sie Himmelfahrt und am 2. Pfingsttag von der Gemeinde benutzt, gerne auch zu Trauungen. Die erste gründliche Renovierung fand gemeinsam mit Fritzlar und Obermöllrich 1961-63 statt, seitdem wurde sieauch als "Garnisonskirche" genutzt. Eine weitere Renovierung geschah in der ersten Hälfte der 90er Jahre, schon damals "barrierefrei". Beliebt ist das Kirchlein für Abendgottesdienste im Sommerhalbjahr.

Gegenwärtig (03.06.2013) hat Fritzlar 7.707 Einwohner (Kernstadt), davon 3.805 Evangelische und 2.650 Katholiken. Obwohl die evangelischen Gemeindeglieder schon seit längerem in der Mehrheit sind, gilt Fritzlar als "katholische" Stadt, was unter anderem auch durch den markanten "St. Petri-Dom" (eigentlich Stiftskirche) dokumentiert wird, der als das Wahrzeichen von Fritzlar die Stadtsilhouette prägt.

Zum Vergleich: Am 31.12.2001 (Zahlen erhoben anl.d. letzten Pfarrkonvents i. J. 2002) hatte Fritzlar 9.233 Einwohner, davon 4.220 Evangelische und 3.154 Katholiken.