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Die Taufe

tempIn der Taufe wird einem Menschen Gottes Segen vermittelt.
Traditionell sind es kleine Kinder, die getauft werden. Kleine Kinder, deren Angewiesenheit auf die Hilfe und Liebe ihrer Eltern deutlich werden lässt, dass die Taufe ein Geschenk ist, das sich ein Mensch nicht erst verdienen muss.

Eltern und Paten lassen ihre Kinder taufen, um sie der Obhut Gottes anzuvertrauen. Sie machen damit zugleich deutlich, dass ihr Kind in der christlichen Gemeinde aufwachsen und leben soll. Denn mit der Taufe wird ein Mensch Mitglied der Kirche. Damit aufwachsende Kinder nicht nur äußerlich Kirchenmitglieder sind, sondern auch in den Glauben der Kirche hineinwachsen, versprechen Eltern und Paten bei der Taufe, ihre aufwachsenden Kinder so zu begleiten, dass in ihnen christlicher Glaube wachsen kann.

Die Taufe gilt ein Leben lang. Wer als Kind getauft ist, bestätigt als Jugendlicher in der Konfirmation seine Zugehörigkeit zur Kirche. Wer in den ersten Lebensjahren nicht getauft wurde, kann sich als Jugendlicher oder Erwachsener selbst dafür entscheiden. Gleich zu welchem Zeitpunkt im Leben: Die Taufe ist die Zusage der Liebe und Vergebung Gottes. Und damit ist sie, neben dem Abendmahl, in unserer Kirche die wichtigste heilige Handlung.

Allgemeines

Was bedeutet die Taufe?

In der Taufe wird dem Täufling in erster Linie die Liebe und der Segen Gottes zuge-sprochen und die Annahme des Täuflings durch Gott sichtbar gemacht. Die Taufe begründet zugleich die Mitgliedschaft in der Kirche. Die Taufe gilt lebenslang. Sie kann und braucht nicht wiederholt zu werden. (Auch bei einem Kirchenaustritt bleibt sie gültig.)

Wer kann getauft werden?

Jeder kann getauft werden. In unserer Kirche werden in der Regel Kinder getauft. (In 2003 (wie sieht es 2004 aus?) waren 93% der Täuflinge in unserer Landeskirche Kinder, 7% waren Erwachsene)
Bei der Taufe eines Kindes versprechen Eltern und Paten, dass sie sich für eine christliche Erziehung einsetzen. Der Taufe eines Erwachsenen geht dagegen eine Taufvorbereitung voraus.

Taufe und Kirchenmitgliedschaft

Wird man mit der Taufe automatisch Mitglied der Kirche?

Ja, durch die Taufe beginnt die Mitgliedschaft in der Kirche.

Müssen die Eltern Mitglied der Kirche sein?

Wenigstens ein Elternteil sollte Mitglied der evangelischen Kirche sein, um für die christliche Erziehung des Kindes einstehen zu können. Wenn beide Eltern der Kirche nicht angehören, sollte die Taufe aufgeschoben werden, bis das Kind eine eigene Entscheidung zu Taufe und Kirchenmitgliedschaft treffen kann.

Wir sind nicht verheiratet. Können wir unser Kind trotzdem taufen lassen?

Ja, denn die Taufe eines Kindes ist nicht davon abhängig, ob die Eltern verheiratet sind.

Der Taufgottesdienst

Wie läuft ein Taufgottesdienst ab? Können Angehörige oder Freunde bei der Tauffeier mitwirken?

Zu Ablauf und Gestaltung eines Taufgottesdienstes gibt es in den Gemeinden unterschiedliche Traditionen und Gewohnheiten. Die Taufe findet in der Regel in einem Gemeindegottesdienst, seltener in einem besonderen Taufgottesdienst statt. Die konkrete Gestaltung des Taufgottesdienstes besprechen Sie mit Ihrer Pfarrerin / Ihrem Pfarrer im Taufgespräch. Dabei können auch unterschiedliche Mitwirkungsmöglich-
keiten der Eltern, Paten oder weiterer Personen abgesprochen werden. (Übernahme einer Lesung, eines Gebetes, musikalische Beiträge u.a.m.)

Wer sorgt für den Schmuck der Kirche?

Oft sind die Kirchen mit Blumen geschmückt. Wenn Sie besonderen Schmuck wünschen, sprechen Sie mit dem zuständigen Pfarramt, es sollte kein Problem sein.

Taufe und religiöse Erziehung

Ich bin allein erziehend. Kann ich mein Kind trotzdem taufen lassen?

Ja, denn bei der Taufe geht es zuallererst um das Kind. Gerade für allein erziehende Eltern können die Paten eine besonders wichtige Hilfe und Unterstützung in der Begleitung des Kindes sein.

Kann mein Kind auch konfirmiert werden, ohne getauft worden zu sein?

Nein, um konfirmiert werden zu können, muss Ihr Kind getauft sein. Wenn Ihr Kind nicht getauft ist, kann es aber trotzdem am Konfirmandenunterricht teilnehmen. Die Taufe findet dann während der Konfirmandenzeit, auf jeden Fall vor der Konfirmation statt.

Das Patenamt

Was ist ein Pate?

Der Pate oder die Patin verpflichtet sich, das Patenkind auf seinem Lebens- und Glaubensweg zu begleiten und die Eltern bei der christlichen Erziehung des Kindes zu unterstützen. Das Patenamt wird von der Kirche bei der Taufe als ein spezifisch kirchliches Amt an die Patin oder den Paten übertragen.

Wer kann Pate oder Patin werden?

Alle evangelischen Christinnen und Christen, die konfirmiert und mindestens 14 Jahre alt sind, können Taufpate werden. Auch Angehörige von Mitgliedskirchen der «Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen» und Mitglieder anderer Kirchen und christlicher Gemeinschaften können das Patenamt übernehmen. Dabei darf deren Taufverständnis nicht dem unserer Kirche widersprechen, und der zukünftige Pate oder die Patin hat eine der Konfirmation entsprechende Glaubensunterweisung erhalten. Wer nicht Mitglied einer christlichen Kirche ist, kann nicht Pate oder Patin werden.